Hüfteingriffe mit Extensionseinheit

01.12.2011

Der Assistent ist entlastet, der Operateur kann entspannter arbeiten, für den Patienten bestehen weniger Risiken: der Einsatz von Extensionseinheiten bei Hüftoperationen bringt für alle Beteiligten Vorteile. Auch die Klinik für Orthopädie des Schweizer Kantonsspitals Frauenfeld setzt auf diese Unterstützung durch modernes OP-Equipment.

Operationen an der Hüfte sind längst keine Seltenheit mehr: Rund 180.000 Menschen lassen sich laut dem Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA) allein in Deutschland jährlich ein künstliches Hüftgelenk einsetzen. Von Jahr zu Jahr werden es mehr Patienten – jene, bei denen erstmals eine Prothese eingesetzt wird, und jene, bei denen die Prothese gegen eine neue ausgetauscht werden muss. Um die Muskeln zu schonen und die Genesung zu beschleunigen, wird bei der Operation in beiden Fällen seit einigen Jahren in erster Linie ein minimal-invasiver Zugang gewählt.

Auch im Kantonsspital Frauenfeld in der Schweiz stehen Hüftoperationen an der Tagesordnung. Rund 200 sind es dort im Jahr. Dr. Paul-Michael Bodler, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, führt solche Operationen inzwischen mehrheitlich mit einer Extensionseinheit durch. Diese wird am OP-Tisch befestigt, Füße und Unterschenkel des Patienten in den Extensionsschuhen der Einheit sicher und bequem fixiert. Der Vorteil für die Operation: die speziellen Holme und das MIC-Hüft-Aggregat der Extensionseinheit ermöglichen es, die Beine unabhängig voneinander gradgenau zu rotieren, zu flektieren, zu ab- oder adduzieren. So erhält das Bein genau die Position, die für den jeweiligen Operationsschritt erforderlich ist. Ein dick umpolsterter Gegenzugsstab stellt sicher, dass der Patient bei allen Bewegungen der unteren Extremitäten sicher auf dem OP-Tisch liegt.

Praxisbericht

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Praxisbericht aus dem Kantonsspital Frauenfeld.