TRUMPF führt Jahresarbeitszeit ein

TRUMPF ermöglicht über sein neues agiles Zeitsystem noch flexibleres Reagieren auf Kapazitätsauslastung

12.09.2016

Ditzingen, 9. September 2016 – Der Werkzeugmaschinenhersteller und Laserspezialist TRUMPF führt die Jahresarbeitszeit ein. Das sieht das neue sogenannte agile Zeitsystem des Unternehmens vor. Dabei öffnet das Unternehmen das Gleitzeitkonto seiner Mitarbeiter innerhalb eines Jahres auf einen Korridor zwischen +200 Stunden und -100 Stunden. Die Mitarbeiter arbeiten dann viel, wenn die Auftragslage gut ist und bauen die Zeit wieder ab, wenn es weniger zu tun gibt. Am Ende des Jahres muss das Konto wieder ausgeglichen sein. Das Besondere daran: Führungskräfte und Mitarbeiter können eigenständig darüber entscheiden, ob im agilen Zeitsystem gearbeitet werden soll oder nicht – ohne Abstimmung mit Geschäftsführung oder Betriebsrat. So kann das Unternehmen unbürokratisch und schnell auf kurzfristige Auftragsschwankungen reagieren. Die Mitarbeiter profitieren im Gegenzug von längeren Auszeiten zusätzlich zum Urlaub.

Das agile Zeitsystem ist Bestandteil des zum 1. Juli 2016 zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat verhandelten betriebsinternen Bündnisses für Arbeit 2021. TRUMPF schließt mit seinen Mitarbeitern solche Bündnisse bereits seit 1997 ab. Jedes Mal kommen zusätzliche Regelungen zum Vorteil der Mitarbeiter und des Unternehmens hinzu. Im letzten Bündnis für Arbeit, das von 2011 bis 2016 gültig war, war es zum Beispiel die Möglichkeit für die Mitarbeiter, alle zwei Jahre selbst über die Wochenarbeitszeit zu bestimmen. Beim Bündnis für Arbeit 2021 stehen neben dem agilen Zeitsystem mobiles Arbeiten, eine Qualifizierungsinitiative und Regelungen zum altersgerechten Arbeiten im Fokus. Außerdem spricht das Unternehmen eine hundertprozentige Beschäftigungssicherung aus.

„Die voranschreitende Digitalisierung, volatilere Märkte und kürzere Produktlebenszyklen erfordern von uns noch mehr Flexibilität als bislang. Darauf reagieren wir mit unserem Bündnis für Arbeit 2021“, so Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung des familiengeführten Hochtechnologieunternehmens über die Beweggründe für das neuartige Modell.

„Im Gegenzug bieten wir unseren Mitarbeitern über unsere Beschäftigungsgarantie bis zum Jahr 2021 viel Sicherheit in der Veränderung: Sie können, sofern ihre Aufgabe dafür geeignet ist, rund 20 Prozent ihrer Arbeit mobil erbringen. Sie sind damit unabhängig hinsichtlich des Ortes, aber auch hinsichtlich der Verteilung der Arbeitszeit. Das ermöglicht, Berufs- und Privatleben besser zu vereinen.“

Ergänzt wird das innovative Bündnis durch eine Qualifizierungsinitiative, die neuartige Lernformen und -inhalte fördert, sowie ein Maßnahmenbündel zum altersgerechten Arbeiten. Dies erfolgt mit der Zielsetzung, die Mitarbeiter auf die Veränderungen der Arbeitswelt angesichts von Industrie 4.0 und zunehmender Flexibilisierung einzustellen.

„Stillstand ist in der heutigen Zeit fast schon eine Utopie. Und wir als Unternehmen müssen unsere Mitarbeiter dazu ertüchtigen, dass sie sich, unabhängig von Alter oder Eingruppierung, gut auf die Veränderungen einstellen können“, so Gerhard Rübling, Geschäftsführer der TRUMPF GmbH + Co. KG und als Arbeitsdirektor verantwortlich für die Bündnisverhandlungen.

Veränderungen durch Industrie 4.0 gibt es bei TRUMPF eine Menge: Erst im vergangenen Jahr hatte TRUMPF verkündet, dass es mit seiner Tochtergesellschaft AXOOM und seinem Produktpaket TruConnect Geschäftsmodelle und Produkte für die digitale Vernetzung der Fertigung biete und damit die Produktion bei sich selbst und seinen Kunden grundlegend revolutionieren werde.

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