OP-Tische: Erlaubt ist, was passt

Sie sind mobil, modular und für jede Kombination zu haben. Ein wesentlicher Grund, warum sich auch eine Klinik im niederländischen Leiden für OP-Tische von TRUMPF entschied.

OP-Tisch JUPITER von TRUMPF
Verlängern, verbreitern oder Extensionen für nahezu jede chirurgische Disziplin andocken: OP-Tische von TRUMPF sind Verwandlungskünstler mit großer Variantenvielfalt, die sich jedem OP-Bedarf fexibel anpassen.

„In den letzten fünf Jahren haben wir nach und nach alle unsere alten OPTische durch Modelle von TRUMPF ersetzt – insgesamt 23 sind es heute.“ Paul Vink, seit 22 Jahren Anästhesie-Assistent im „Leids Universitair Medisch Centrum“ (LUMC) im niederländischen Leiden, macht in Sachen OP-Ausstattung keiner mehr etwas vor. Deshalb bezieht ihn die Klinik längst als Experten in alle größeren Investitionen rund um Logistik und Ausstattung für Anästhesie und Chirurgie ein. So auch vor sieben Jahren, als die Suche nach neuen OP-Tischen begann. Zwei Firmen und ihre Produkte kamen in die engere Auswahl, eine davon war TRUMPF.

„Die Entscheidung haben wir uns damals keineswegs leicht gemacht“, erinnert sich Paul Vink. „Jeweils einen Tag lang nahmen wir gemeinsam mit allen Spezialisten und OP-Teams sämtliche Funktionen und Möglichkeiten der Tische unter die Lupe. Dann haben wir jedes Produkt vier bis sechs Wochen lang getestet, und zwar in jeder möglichen chirurgischen Disziplin, von HNO über Ophthalmologie, Thorax-, Wirbelsäulenchirurgie und Urologie bis Orthopädie. Am Ende entschieden wir uns für die TRUMPF Tische.“

Genauer gesagt, für die Tische Jupiter und Mars. Warum sie ihre Mitbewerber aus dem Rennen schlugen, erklärt Paul Vink so: „Mars nutzen wir meistens für OPs, bei denen der Patient auf dem Rücken liegt, und Jupiter für kompliziertere Lagen. Aber weil die Komponenten beider Tische auch untereinander austauschbar sind, haben wir alle Freiheiten, jeden der Tische für nahezu jede OP und in jedem verfügbaren OP-Raum vorzubereiten. Ein anderer Grund war, dass TRUMPF ein offenes Ohr für besondere Wünsche hat – und diese wo immer möglich auch umsetzt. Vor allem aber stimmte einfach das Verhältnis zwischen Produkt und Preis.“

OP-Tische der unbegrenzten Möglichkeiten

OP-Tische von TRUMPF lassen fast jede Einstellung zu.
Reine Einstellungssache: OP-Tische von TRUMPF lassen fast jede Einstellung zu. Hier bringt OP-Assistentin Marlies Snieders die vierteilige Beinplatte in die benötigte Position.

Stichwort Preis: Besonders flexible Tische erleichtern nicht nur den Klinikalltag, wie das LUMC erkannte, sondern sind auch deutlich wirtschaftlicher. Die Antwort von TRUMPF auf diese Preisfrage ist das modulare Konstruktionsprinzip seiner Tische. Der Kerngedanke: Jeder Anwender soll genau den Tisch bekommen, den er braucht– ein bezahlbares Universaltalent für alle Fälle statt vieler teurer Spezialtische. Und so hat TRUMPF die Tische Mars und Jupiter ebenso wie den neuen Schwerlasttisch Titan als wahre Verwandlungskünstler konzipiert: Der Anwender kann sie so individuell konfi gurieren, wie es die jeweilige chirurgische Disziplin, der Zugang zum OP-Feld, die Körpergröße von Patient und Operateur sowie die Raumverhältnisse erfordern. Die Tischplatten lassen sich durch sogenannte Komponenten fast nach Belieben verkürzen und verlängern und mit Spezialmodulen für alle Patientenlagerungen versehen – die Lagerfläche von Mars etwa ist bis zu neunfach unterteilbar. Den Kombinationsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt, denn alle Module sind auch unter den Modellen sowie zwischen älteren und neueren Tischversionen austauschbar: ob Kopf- und Beinplatten, Extensionen, Schulteradapter oder Lagerungsmodule für die Neurochirurgie. Kein Wettbewerber bietet einen vergleichbaren Variantenreichtum – und vor allem nicht die dafür nötigen universellen Koppelstellen, die TRUMPF für seine Tische entwickelt hat und patentrechtlich schützen ließ.

Immer auf Nummer sicher

Fit für jede chirurgische Disziplin
Fit für jede chirurgische Disziplin: Paul Vink fährt eine Extension für die Operation von Ober- und Unterschenkel-Frakturen zum OP-Tisch und dockt sie dort einfach und bequem an.

Diese Koppelstellen sind einer der Schlüssel für die Wandlungsfähigkeit der TRUMPF Tische und somit für ihre wirtschaftliche Nutzbarkeit. Das Motto: Erlaubt ist, was hilft und passt – allerdings nur insoweit es die Statik und Stabilität des Tisches sowie die Sicherheit des Patienten zulassen. Um dies sicherzustellen, hat TRUMPF die Koppelstellen standardisiert und mechanisch kodiert, unzulässige Verbindungen sind unmöglich. Da sich viele Elemente elektromotorisch positionieren lassen, ertönt zur besseren Orientierung ein Signal, sobald die Platte die Nullstellung erreicht hat. Ist der Umgang mit so vielen Modulen aber auch noch bedienerfreundlich? Ihr An- und Abbau nicht vielmehr ein Knochenjob?

Paul Vink und sein Team im LUMC jedenfalls haben gute Erfahrungen damit gemacht: „Das Austauschen der Komponenten ist wirklich leicht und man kann mit ein wenig Kreativität immer genau den Tisch vorbereiten, der die Chirurgen zufriedenstellt und auf dem der Patient sicher lagert. Dabei nutzen wir die Teile mitunter sehr „frei“. Soll ein kleines Kind einen Beingips bekommen, bauen wir einfach eine Handplatte an, drehen das Kind um 90 Grad und schon lässt sich der Gips leichter anlegen. Und für schwere Patienten nutzen wir einfach Verbreiterungssegmente.“

Einzige Einschränkung des Niederländers: „Für orthopädische Eingriffe braucht man ein Schultersegment und eine Extension. Das Schultersegment ist zugegebenermaßen schon ein wenig schwer. Aber dafür gibt es bald einen Trolley von TRUMPF, der ermöglicht, es einfach und schnell anzudocken. Das Andocken der Extension dagegen erfordert kaum Kraft.“

In der Tat sind einige Module nicht eben leicht – ein Tribut an die Sicherheit und Stabilität der Tische bis ins Detail. TRUMPF wird diesen Tribut erst dann nicht mehr zahlen, wenn sichergestellt ist, dass es ein leichteres, aber ebenso zuverlässiges Material für die Tische gibt.

Apropos Material: Auch Carbon ist zwar nicht unbegrenzt belastbar – aber ein wichtiges Element im modularen Zusammenspiel für die intraoperative Diagnostik. Auch das LUMC setzt eine voll durchleuchtbare Carbon-Tischplatte von TRUMPF für Röntgenaufnahmen unter dem C-Bogen ein – und lässt dafür ein ebenfalls vorhandenes Konkurrenzprodukt meist in der Ecke stehen. Bei Bedarf kann die Klinik ihr Carbon-Sortiment zudem jederzeit erweitern, von einzelnen Platten-Segmenten bis hin zu Kopfhelmen, -kalotten und Adaptern.

„Wir sind wirklich sehr zufrieden mit den TRUMPF Produkten“, bestätigt Paul Vink und fügt als einer, der offenbar selbst gern ein wenig tüftelt, hinzu: „Jetzt fände ich nur noch ein Forum gut, in dem man sich mit anderen Anwendern und TRUMPF über die Einsatzmöglichkeiten der Module austauschen kann - um so gemeinsam auf neue Spielarten mit vorhandenen oder aber auf Ideen für ganz neue Segmente zu kommen.“

OP-Tische - Erlaubt ist, was passt